Sichtnavigation:
Die Navigation mittels Karte und der direkten Sicht. Hiermit ergibt sich ein Abgleich der zu einer Position auf dem Kartenmaterial führt. Der Bergiff “Sichtnavigation” kommt aus der Luftfahrt, kann aber ebenso auf die reguläre Bewegung im Gelände angewendet werden. Die Sichtnavigation ist im allgemeinen die gebräuchlichste Art der Navigation, da sie mit den typischen Mustern der Fortbewegung übereinstimmt.
terrestrische Navigation:
Bei diesem Verfahren aus der Seefahrt wird entlang der Küste von einem markantem Punkt (Landmarken) zum nächsten navigiert. Die Positionsbestimmung erfolgt durch die Winkelmessung von sich selbst zu den angepeilten Landmarken. Wir werden das Thema Peilung in einem späteren Abschnitt genauer beleuchten und uns dort auf die Notwendigkeiten der Landnavigation fokussieren.
Koppelnavigation:
Bei der Koppelnavigation werden basierend auf der Richtung, Geschwindigkeit und der Dauer ein Vektor ermittelt. Dieser Vektor wird dann an den vorherigen angebunden. Alle Vektoren zusammen ergeben dann den Fahrtweg und damit die Position. Problem bei dieser Navigationsmethode ist, das ein falscher Vektor die gesamte Navigation beeinflusst. Dementsprechend wichtig ist es, so oft wie möglich, Referenzpunkte zu erfassen, die eine genaue Positionierung in der Karte ermöglichen um mit einem neuen Gesamtvektor beginnen zu können. Die Koppelnavigation kommt ursprünglich aus dem Bereich der Seefahrt/Nautik.
Himmelsnavigation:
Die Himmelsnavigation erfolgt über die 58 klassischen Navigationssterne. Diese sind erfasst im Nautical Alamanac. Je nach Ausgebabe sind in den Tabellen 58 bis 200 Navigationssterne erfasst. Für die Navigation benötigt man einen Sextant und eine genaue Uhr (Zeitangabe) um basierend auf den Winkeln der Navigationssterne zum Horizont den Längen- und Breitengard zu bestimmen. Diese Messmethode ist ein wenig aufwendiger und muss in recht großen Zeitabständen erfolgen (4-6 Stunden). Im allgemeinen wird die Zeit der natische Dämmerung (Sonnenauf- und untergang) zur Messung genutzt. Ebenfalls Einfluss hat das Wetter, genaugenommen die Wolkendecke.
elektronische Navigation:
Die neueste Art der Navigation (Navigationsgruppe) ist die elektronische Navigation. Hierunter versteht man die Funk- als auch Satelittennavigation. Wir werden uns allerdings bei der Landnavigation auf den Bereich der Satelittennavigation beschränken. Bei der Satelittennavigation, den meißten unter dem Kürzel GPS bekannt, kann man durch die Triangulation verschiedener Satelittensignale den Ort bestimmen. Die Peilung übernimmt das GPS Gerät, so dass man sich selber damit nicht mehr auseinandersetzen muss. Die Genauigkeit dieser Signale ist von Umwelteinflüssen und auch politischen Interessen abhängig.
polynesische Navigation:
Hierbei handelt es sich um eine alte traditionelle navigationsmethode der Polynesier. Diese konnten aufgrund der Zusammenfassung verschiedener Werte und Merkmale wie Sterne, Wellen, Strömungen, Tiefe beobachtete Tier, Treibgut und ähnliches sehr exakt zu weit entfernten Atollen navigieren. Diese Methode setze alle in der Umegbung vorhandenen Merkmale ein.
Auch wenn diese Navigationsmethode an sich nicht bei uns zum Einsatz kommen kann, so ist es dennoch ein sehr guter Ansatz sich in seinen “eigenen” Revieren zu orientieren.